Berlin - Der Bundessprecher des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte verlangt einen Wechsel der Teststrategie in Schulen und Kitas. "Ganz klar fordern wir auf, das anlasslose Testen in Schulen und Kitas abzuschaffen, da dies zu keiner nennenswerten Veränderung des Infektionsgeschehens führt", sagte Jakob Maske der "Rheinischen Post" (Samstagausgabe).

"Wir sehen in unseren Praxen weiterhin überwiegend milde Verläufe, wobei wir jetzt eben auch schon häufiger mal Vorschulkinder mit Fieber erleben, was in den Monaten zuvor eher selten war." Auch gastroenteritische Symptome seien häufig. "Wirklich schwere Verläufe sind ein Glück weiterhin absolute Raritäten", sagte Maske. "Sowieso ist es so, dass wir in der Regel überwiegend infizierte Kinder und Jugendliche sehen, die durch anlasslose Test herausgefiltert wurden, diese sind in der Regel aber nicht krank."

In der gesamten Corona-Zeit seien mittlerweile in ganz Deutschland etwa 777 PIMS-Fälle registriert worden, von denen nahezu alle mittlerweile wieder gesund seien und etwa 75 Todesfälle. Der beste Schutz gegen Corona sei bei Kindern nach wie vor die Impfung der Erwachsenen, "die auch die Kinder sekundär vor Infektionen schützt".

Foto: Desinfektionsmittel in einer Schule (über dts Nachrichtenagentur)

Dir gefällt, was dts Nachrichtenagentur schreibt?

Dann unterstütze dts Nachrichtenagentur jetzt direkt: