Berlin - Trotz zuletzt sinkender Covid-19-Belegungen auf Intensivstationen hat die Deutsche Krankenhausgesellschaft vor einer Überlastung des Systems gewarnt. "Mit circa 6.000 intensivbehandlungsbedürftigen Patienten, deren Versorgung deutlich höhere Personalressourcen bündelt, ist ein hoher Belastungsgrad im System insgesamt erreicht, in vielen Kliniken vor Ort zum Teil bereits überschritten", sagte Hauptgeschäftsführer Georg Braun der "Rheinischen Post" (Dienstag).

Schon das Regelkrankheitsgeschehen, wie Infarkte, Unfälle und Operationen, binde in größerem Ausmaß intensivmedizinische Kapazitäten. Um die Leistungsfähigkeit der medizinischen Versorgung in Zeiten der Corona-Pandemie zu sichern, seien Lockdown-Maßnahmen und Begegnungsbegrenzungen auf jeden Fall notwendig. Am 3. Januar war laut Daten der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) das bisherige Hoch mit 5.762 Corona-Intensivpatienten erreicht worden, seitdem wurden jeden Tag wieder Betten frei, insgesamt rund 500 Stück. Einen solchen Rückgang hatte es seit Abklingen der ersten Welle im Frühjahr 2020 nicht mehr gegeben.

Foto: Krankenhaus (über dts Nachrichtenagentur)