Düsseldorf - Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat davor gewarnt, den zuletzt heftigen Streit über das Corona-Management in den Wahlkampf zu ziehen. "Einen Bundestagswahlkampf über ernste Fragen wie die Bekämpfung der Pandemie parteitaktisch und polemisch zu führen, würde bei der Bevölkerung viel Vertrauen in die Maßnahmen zerstören", sagte Laschet den Zeitungen der "Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft" (Montagsausgabe).

Der SPD warf er "anti-europäische Töne" wegen ihrer Kritik an den Impfbestellungen für Deutschland vor. "`Mein-Land-First` ist in den USA gerade abgewählt worden", sagte Laschet, fügte aber hinzu, dass inzwischen wieder "sachlicher über europäische Impfstrategien" gesprochen werde. Der CDU-Politiker wandte sich zudem gegen voreilige Aufhebungen der geltenden Corona-Maßnahmen und mahnte zu "Geduld und Umsicht" im Kampf gegen die Pandemie. "Wenn man zu früh lockert, läuft man Gefahr, dass es danach wieder steil nach oben geht", sagte er.

Die Fortsetzung des Lockdowns bis nach Ostern könne er sich zwar nur schwer vorstellen, es sei aber nicht auszuschließen, dass "die Zeiten noch ernster" werden, "wenn sich das in Großbritannien entdeckte mutierte Virus noch weiter ausbreitet".

Foto: Corona-Hinweis (über dts Nachrichtenagentur)