Berlin - Trotz anhaltend niedriger Umfragewerte setzt der Spitzenkandidat der Linkspartei, Dietmar Bartsch, weiter auf ein Regierungsbündnis ohne CDU und FDP nach der Wahl. "SPD und Grüne schließen nichts aus", sagte er den Zeitungen der "Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft", der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten" (Donnerstagsausgaben).

"Wir wiederum sagen: Wer sicher sein will, dass die CDU nicht wieder den Kanzler stellt, muss Linke wählen", fügte Bartsch hinzu. Die Linke sei der Schutzschirm vor Armin Laschet (CDU), Andreas Scheuer (CSU) und Christian Lindner (FDP). "So wie alle auf die FDP schielen, steht am Ende die Frage: `Linke oder Lindner`? Die SPD kann unter Umständen den Kanzler ohne uns stellen, aber ohne uns wird Olaf Scholz seine Wahlversprechen nicht ansatzweise durchsetzen." Die Linke muss laut jüngsten Umfragen um den Einzug in den Bundestag fürchten.

Laut jüngster Forsa-Umfrage landen sie derzeit bei sechs Prozent. Bartschs Co-Spitzenkandidatin, Parteivorsitzende Janine Wissler, verwies auf die jüngsten Warnungen Laschets vor einem Bündnis zwischen SPD, Linkspartei und Grünen. "Wenn dem Unionskandidaten die Felle derartig davonschwimmen, dass er vor Rot-Rot-Grün warnt, ist das doch eine gute Nachricht", sagte Wissler. "Es zeigt: Rot-Rot-Grün ist möglich. Soziale und klimafreundliche Politik werden SPD und Grüne mit Union und FDP nicht umsetzen können."

Foto: Dietmar Bartsch (über dts Nachrichtenagentur)

Dir gefällt, was dts Nachrichtenagentur schreibt?

Dann unterstütze dts Nachrichtenagentur jetzt direkt: