Berlin - Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß (CDU), erwartet einen Boom von Deutschlandreisen in den Sommerferien und hält auch Auslandsreisen unter bestimmten Umständen für möglich. Reisen rund um Ostern, die weiter als in die eigene Region führen, könne er sich nicht vorstellen, sagte der CDU-Politiker dem "Spiegel".

Jedoch: "Bis zu den Sommerferien erwarte ich dann schon eine deutliche Verbesserung." Trips ins Allgäu, in den Schwarzwald, an die Ostsee, das werde es wohl wieder geben, sagte Bareiß dem "Spiegel". Auch Reisen ins Ausland, etwa zu beliebten deutschen Reisezielen wie Mallorca und Antalya, könnten möglich werden. Bei der Frage, welche Länder als Risikogebiete gelten, fordert der Bundestagsabgeordnete eine regionale Bewertung. Wie im vergangenen Jahr, als die Kanaren bis weit in den Herbst offen waren, der Rest Spaniens aber bereits als Risikogebiet eingestuft wurde. Für Fernreisen kann er sich allenfalls einzelne Korridore vorstellen in Länder, in denen eine niedrige Inzidenz herrscht. "Wenn auf den Malediven die Zahlen gering sind, warum soll man dann nicht dort hinfliegen." Bedingung dürfte dann ein negativer Corona-Test sein. Eine Impfung hingegen sieht er nicht als Blankoscheck fürs Reisen. Zumindest nicht, bevor weite Teile der Bevölkerung geschützt sind. "Das wäre für alle die, die noch warten müssen, sehr unfair", sagte Bareiß dem "Spiegel". Allerdings könne die Bundesregierung nichts unternehmen, wenn andere Länder gezielt geimpfte Deutsche anlocken.

Foto: Menschen am Strand (über dts Nachrichtenagentur)