Berlin - Die Präsidentin des Sozialverbandes VdK, Verena Bentele, fordert in Pandemiezeiten eine Soforthilfe über 100 Euro für Hartz-IV-Empfänger. Damit sollten sich diese zum Beispiel Obst und Gemüse, "das teurer geworden ist", oder Desinfektionsmittel und Masken besser leisten können, sagte sie am Dienstag dem Deutschlandfunk.

"Durch diese Sonderausgaben vermuten oder befürchten eben viele wie wir auch im VdK, dass das Leben wirklich teurer geworden ist, weil zum Beispiel manche Hilfsorganisationen wie Tafeln nur noch eingeschränkter arbeiten können", so Bentele. Es gebe schon Gründe, warum die Ausgaben jetzt auch höher sind. "Deswegen würde ich schon sagen, wären da diese 100 Euro mehr, die wir gefordert haben, auch gerechtfertigt." Ein weiterer wichtiger Punkt sei das Thema Homeschooling oder Betreuung von kleineren Kindern zu Hause.

"Da gibt es eben immer noch keine ausreichenden Lösungen, wie auch gerade für solche Familien, in denen die Technik eben nicht perfekt ist, die Ausstattung, wie da eben auch geholfen werden kann." Wenn der Lockdown länger dauere, dann sei hier dringend von den Ländern "was zu machen, dass von den Schulen zum Beispiel Leihgeräte an bedürftige Familien ausgegeben werden", sagte die VdK-Präsidentin.

Foto: Bundesagentur für Arbeit (über dts Nachrichtenagentur)