Berlin - Rund vier Monate nach seiner Festnahme hat die Staatsanwaltschaft gegen den 30-jähigen Sinisa K. vor einer Jugendkammer des Landgerichts Berlin Anklage erhoben. Es geht um sechs vollendete Vergewaltigungen, eine versuchte Vergewaltigung, räuberische Erpressung und gefährlicher Körperverletzung. Mindestens eines seiner Opfer war zur Tatzeit minderjährig.

Die Staatsanwaltschaft legt dem Angeschuldigten zur Last, im Juni und Juli 2020 in Berlin und im Berliner Umland überwiegend im Bereich von Waldgebieten im Berliner Südwesten zu unterschiedlichen Tageszeiten Frauen angesprochen, in seine Gewalt gebracht und anschließend an unbeobachteten Orten im Wald vergewaltigt zu haben. Die Frauen waren zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs, als sich der Angeschuldigte ihnen genähert und sie später entweder mit einem Messer oder anderen spitzen Gegenstand bedroht und gewürgt haben soll. In einem Fall verhinderten Hilferufe der Geschädigten und die Anwesenheit eines Campers die Tatvollendung. Der Angeschuldigte konnte nach einer Öffentlichkeitsfahndung mehrere Stunden nach der letzten Tat am Abend des 14. Juli nach polizeilicher Verfolgung in Berlin-Zehlendorf verhaftet werden. Er befindet sich seitdem in Untersuchungshaft.

Foto: Serienvergewaltiger Sinisa K. (über dts Nachrichtenagentur)