Berlin - Aktuell fehlt es an jeder fünften weiterführenden Schule in Deutschland an WLAN, Serverleistung oder beidem. Das zeigt eine Umfrage unter Kommunen im Auftrag des IT-Dienstleisters Rednet, über die das "Handelsblatt" (Dienstagsausgabe) berichtet.

Insgesamt beziffern die Schulträger den Mittelbedarf für die nötige Infrastruktur auf durchschnittlich 258.000 Euro pro Schule. Hochgerechnet ergibt sich so für die insgesamt 25.000 weiterführenden Schulen und Berufsschulen in Deutschland ein Bedarf von 6,5 Milliarden Euro. Der 2019 gestartete Digitalpakt des Bundes für die Schulen umfasst fünf Milliarden Euro. In den Schulen seien daher auch moderne KI-gesteuerte Lernprogramme bisher kaum eingesetzt worden, so die Studien-Autoren.

Die große Mehrheit der Kommunen hält diese für sinnvoll und notwendig. Neben der Technik fehle es jedoch auch an Fortbildungen der Lehrkräfte für ihren Einsatz. Der gute Wille sei jedoch vorhanden: Lediglich 15 Prozent der Kommunen geben an, dass Lehrer den Einsatz von intelligenten Lernprogrammen bremsen, weil sie ihn aus didaktischen Gründen ablehnen. Befragt wurden 100 Schulträger mit zusammen 620 Schulen und 180.000 Schülern.

Foto: Frau mit Tablet (über dts Nachrichtenagentur)

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