Potsdam - Der US-Elektroautohersteller Tesla muss weiter auf die Genehmigung für sein Werk im brandenburgischen Grünheide warten. "Ich gehe derzeit davon aus, dass die Entscheidung über den Genehmigungsantrag zu Jahresbeginn kommt", sagte Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Samstagsausgabe).

Zuletzt hatte es geheißen, dass das zuständige Landesumweltamt seine Entscheidung im Dezember verkünden wolle. Offenbar hat vor allem der unerwartet lange Erörterungstermin mit Gegnern des Projekts den Zeitplan verzögert. Noch geht Steinbach aber davon aus, dass das Projekt als Ganzes nicht ausgebremst wird. "Tesla hält - soweit ich weiß - weiterhin an seinem Zeitplan zum Produktionsstart fest."

Ziel des Unternehmens war, spätestens im Juli 2021 mit der Produktion zu beginnen. Am Freitag wurde bekannt, dass Tesla auch die vorläufigen Einzelgenehmigungen etwa zum Einbau der Lackieranlage vorerst nicht nutzen kann, weil das Unternehmen die von den Behörden geforderte Sicherheitsleistung für etwaige Rückbaukosten noch nicht gezahlt hat. Die Personalsuche geht dagegen unvermindert weiter. "Stand heute haben wir Tesla mit mehr als 1.000 Bewerberinnen und Bewerbern zusammengebracht", sagte Jochem Freyer, Geschäftsführer der Arbeitsagentur Frankfurt (Oder), der FAZ. Die Auswahlverfahren liefen an.

"Unsere erste Vermittlung war der Leiter eines Unternehmensbereichs, aber der Schwerpunkt wird bei den Produktionsmitarbeitern liegen." Die Arbeitsagentur unterstützt die Personalabteilung von Tesla. Perspektivisch sollen 12.000 Mitarbeiter in Grünheide 500.000 Elektroautos im Jahr herstellen.

Foto: Standort von neuer Tesla-Fabrik in Brandenburg (über dts Nachrichtenagentur)

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