Panzerabwehrhunde wurden von der Roten Armee während des Zweiten Weltkrieges ausgebildet, um Panzer der Wehrmacht zu bekämpfen.

Panzerabwehrhund nannte man auch Minenhunde oder Hundeminen.
Dies Hunde trugen einen Sprengstoffgürtel und man hatte sie dazu abgerichtet, unter feindliche Panzer zu laufen.
Auf der Oberseite der umgeschnallten Sprengvorrichtung befand sich ein Knickzünder, der die Sprengladung zur Detonation brachte.

Man trainierte diese Hunde, indem man Nahrung unter einen Panzer legte.
Das Problem war nur: Für die Hunde sahen – aus ihrer Perspektive – die Panzer wohl alle gleich aus.
Außerdem hatte man nicht daran gedacht, dass die sowjetischen Panzer durch die verwendeten Öle und Fette anders rochen als die deutschen.
So ging die Strategie, Hunde einzusetzen, um feindliche Panzer zu sprengen, nach hinten los.
Die Hunde liefen nämlich meist unter die russischen Panzer, deren Geruch sie ja kannten – und nicht unter die deutschen.
Darüber hinaus hatten die Panzerabwehrhunde zu viel Angst, um sich in die Richtung eines aktiven Panzers zu wagen. Es geschah recht oft, dass sie in Richtung der eigenen Reihen zurückliefen und so zu einer Gefahr für die russischen Truppen wurden.
Eine Studie des sowjetischen Generalstabes über die Schlacht bei Kursk bezeichnet den Einsatz dieser Hunde allerdings als überaus effektiv.
Dort heißt es, dass bei der 67. Gardeschützendivision durch 16 Hunde 12 Panzer gesprengt wurden.

Als die deutsche Armee vom Einsatz der Hunde als Panzerabwehrwaffen erfuhr, wurde unter dem Vorwand der Tollwutbekämpfung die sofortige Tötung aller Hunde im Frontbereich angeordnet.

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs fanden Panzerabwehrwaffen wie die Panzerfaust immer weitere Verbreitung und so wurde die Idee der Panzerabwehrhunde glücklicherweise aufgegeben.

Allerdings setzte der Islamische Staat im syrischen Bürgerkrieg immer wieder Hunde mit Sprengstoffgürteln ein, die dann in Richtung der irakischen Truppen geschickt wurden.

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